Der erste Kombi „Moszkvics“ 2141 feierte sein Debüt vor 35 Jahren... Jugoszláviaban
Das Moskauer Automobilwerk Leninsky Komsomol (AZLK, später in Aleko umbenannt, was dasselbe bedeutet) pflegt seit den 1950er Jahren eine lange Handelstradition mit Jugoslawien. Die sowjetische Marke ist auf dem lokalen Markt deutlich präsent und konkurriert dort nicht nur mit Zastava und anderen einheimischen Herstellern, sondern auch mit der großen Auswahl an westlichen Marken, die für Dinar verkauft werden piese auto online.

Viele Jahre lang war die Firma Progress der offizielle Vertreter von Moskwitsch in Jugoslawien und nahm regelmäßig an der jährlichen Belgrader Automobilausstellung teil. Dort wurde Ende der 1980er-Jahre erstmals das völlig neue Modell 2141 mit Frontantrieb und Schrägheckkarosserie präsentiert. Wie andere Importeure versuchte auch Progress, durch die Anpassung des Fahrzeugs an die lokalen Gegebenheiten eine breitere Kundengruppe anzusprechen. So wurde 1990 auf der Belgrader Automobilausstellung eine ungewöhnliche Version des Moskwitsch 2141 als Kombi vorgestellt, die von einem jugoslawischen Unternehmen gefertigt worden war. Trotz der äußeren Unterschiede ist das Fahrzeug technisch identisch mit der Schrägheckversion; Radstand und hinterer Überhang blieben unverändert. Sogar die originalen Rückleuchten, die in den unteren Teil der vertikal öffnenden Heckklappe integriert sind, wurden beibehalten.
Nach der Ausstellung wurde der einzige gefertigte Prototyp zur Designentwicklung an AZLK geschickt. Das Werk selbst benötigte jedoch noch etwa fünf Jahre, um eine eigene Kombiversion des 2141 zu entwickeln, die dem jugoslawischen Modell konzeptionell sehr ähnlich war. Auch sie wies ein nach hinten ansteigendes Dach sowie eine nahezu senkrecht positionierte Hecktür mit einer sehr großen Glasscheibe auf. Hierbei wurde eine Kombination aus dem 2141 Schrägheck, das als Basis diente, und dem Heck der 2142 Limousine geschaffen, die sich durch einen verlängerten hinteren Überhang und senkrechte Rückleuchten auszeichnete. Die Hauptidee war, dass diese Fahrzeuge im Falle einer Serienproduktion primär als Krankenwagen eingesetzt werden sollten. Daher öffnete sich die Tür senkrecht nach oben, die Dachhöhe wurde um 250 mm erhöht und eine ZIL-Ladeluke über den Vordersitzen integriert. Bei AZLK wurden zwei solcher Prototypen gefertigt, einer davon war weiß lackiert und mit angeschweißten Halterungen für Sanitätstragen versehen. Später gelangte es zum NAMI (Zentralinstitut für Automobile und Automobilmotoren), wo es zum berüchtigten Mega-Pickup-Truck „Tachanka“ umgebaut wurde. Das zweite Exemplar jedoch blieb erhalten und befindet sich heute in Privatbesitz, ist aber in schlechtem Zustand und bedarf einer vollständigen Restaurierung.
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