Ford GT Mk IV: Anfängliches Modell in der Originalsprache, ohne guten Motor

Der Supersportwagen mit dem blauen Oval-Logo wurde nicht nur zum schnellsten amerikanischen Auto, sondern stellte auch mehrere andere Rekorde auf magazin de piese auto online.

Ford GT Mk IV: Anfängliches Modell in der Originalsprache, ohne guten Motor

Anfang der Woche kursierten Gerüchte, Ford plane ein Comeback. Der Autohersteller wollte den Rekord für das schnellste amerikanische Auto auf dem Nürburgring vom Konkurrenten Chevrolet zurückerobern, dessen Corvette ZR1X die legendäre Strecke zuletzt in 6:49,275 Minuten umrundet hatte.

Ende März wurde ein Ford Mustang GTD am Nürburgring gesichtet – doch es handelte sich offensichtlich nur um ein Warm-up vor der Präsentation eines neuen, deutlich leistungsstärkeren Rekordkandidaten. 60 Jahre nachdem der legendäre Ford GT40 die Langstreckenrennszene revolutioniert hatte und zehn Jahre nachdem der moderne GT in Le Mans seine Klasse gewonnen hatte, schickte der amerikanische Automobilhersteller den Ford GT Mk IV an den Nürburgring – und deklassierte den Erfolg der Corvette.

Mit einer Zeit von 6:15,977 Minuten war der neue Ford GT rund 34 Sekunden schneller als der Chevrolet. Der Mustang GTD braucht daher keine Runden mehr zu drehen, denn der GT Mk IV ist nun das schnellste amerikanische Auto auf der Nordschleife in der Prototypen-Kategorie.

Der GT Mk IV, der seinen Vorgängern wohl nur noch dem Namen nach ähnelt, belegt den dritten Platz unter den schnellsten Autos auf dem Nürburgring. Diese Rangliste umfasst sowohl reinrassige Rennwagen als auch elektrische Prototypen. Nur Timo Bernhardt mit seiner unglaublichen Zeit von 5:19,546 Minuten im Porsche 919 Hybrid Evo und Romain Dumas im VW ID.R (6:05,336 Minuten) waren schneller.

Betrachtet man jedoch nur Modelle mit reinem Verbrennungsmotor, hält der Ford GT bereits den unangefochtenen Rekord. Darüber hinaus ist der „Amerikaner“ auch das schnellste für Privatkunden erhältliche Auto auf dem Nürburgring.

800 PS, Serie von 67 Einheiten

Vom GT Mk IV werden nur 67 Exemplare gebaut. Der Supersportwagen wird von einem speziell entwickelten Ford EcoBoost-Motor mit Biturboaufladung angetrieben, der über 800 PS leistet. Die Kraftübertragung auf die Räder erfolgt über ein speziell entwickeltes Renngetriebe. Der längere Radstand und das von Multimatic entwickelte adaptive Spool Valve (ASV)-Rennfahrwerk sorgen für optimale Traktion. Die Karosserie aus Kohlefaser mit Long-Tail-Design ermöglicht die Erzeugung optimalen aerodynamischen Abtriebs.

Diese Rekordleistung gelang Ford-Werksfahrer Frédéric Verwisch. Mit zwei Siegen beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (2019 und 2022) kennt der Belgier die 73 tückischen Kurven vermutlich auswendig. 2025 gehörte er zudem zu den ersten Siegern im neuen Mustang GT3 beim 24-Stunden-Rennen von Daytona.

Verwisch bemerkte, dass das Auto unmittelbar und mit großer Präzision auf jede Lenkradbewegung reagierte. Die Maschine vermittelte ein hohes Maß an Vertrauen, insbesondere auf schwierigen Streckenabschnitten wie Kesselchen oder dem Flughafen, und erlaubte dem Fahrer, ständig neue Traktionsgrenzen auszuloten.

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Anfang der Woche kursierten Gerüchte, Ford plane ein Comeback

Ende März wurde ein Ford Mustang GTD am Nürburgring gesichtet – doch es handelte sich offensichtlich nur um ein Warm-up vor der Präsentation eines neuen, deutlich leistungsstärkeren Rekordkandidaten