ORA 24: Eine Vision des sozialistischen Realismus

In den frühen Jahren des Sozialismus konzentrierte sich die Produktion von Standard-Geländefahrzeugen im Ostblock hauptsächlich auf die UdSSR und vor dem Erscheinen des VAZ-2121 Niva ausschließlich auf die Werke von GAZ und UAZ. Bereits 1957 gelang es jedoch auch in Rumänien, diese spezielle Art von Mehrzweckfahrzeug zu fertigen. Die neu gegründete Firma ARO bot zunächst eine nahezu identische Kopie des GAZ-69 an, begann aber schon bald mit der Entwicklung eines eigenen, deutlich moderneren Geländewagenmodells. So wurde 1969, nach sechsjähriger Entwicklungszeit, die erste eigenständige Version des ARO vorgestellt piese auto online.

ORA 24: Eine Vision des sozialistischen Realismus

Das erste Serienmodell dieses Typs, die Bezeichnung 240, war ein offener Wagen mit Stoffverdeck und zwei Türen, Einzelradaufhängung vorn, Vierganggetriebe, Allradantrieb und einem neuen 2,5-Liter-Motor mit 75 PS. Der Export begann nach 1973, die Exportmodelle waren jedoch mit anderen Motoren ausgestattet, um die Abgasnormen zu erfüllen. 1975 wurden die Modelle 241, ebenfalls mit Stoffverdeck, aber vier Türen, sowie der Kombi 243 mit zwei Türen und geschlossener Ganzmetallkarosserie eingeführt. 1978 wurden die ersten Varianten mit Brașov-D127-Dieselmotoren mit 3119 cm³ Hubraum und 68 PS präsentiert. In den Jahren 1976/77 debütierten außerdem die fünftürigen Modelle 244 sowie der Pickup 320, basierend auf einem verlängerten ARO-24-Fahrgestell.

Die erste ARO 24-Serie zeichnete sich optisch durch einen separaten Kühlergrill, rechteckige Scheinwerfer vom Dacia 1300 und Rückleuchten vom rumänischen Bucegi-Lkw aus, aber nach 1976 wurden auch Scheinwerfer vom Bucegi sowie eine neue Art von Rückleuchten verwendet.

1984 wurde ein neuer Kühlergrill aus Kunststoff eingeführt, der zwei runde Scheinwerfer (bei den 243er Modellen), vier runde Scheinwerfer (hauptsächlich beim 244er) und zwei rechteckige Scheinwerfer des Dacia 1300 (bei den Modellen 241, 242, 243 und 244) integrierte. Ab demselben Jahr gab es auch ein neues Armaturenbrett mit neuen Instrumenten des Dacia 1310.

1985 wurde ein 5-Gang-Getriebe eingeführt, optional waren auch Scheibenbremsen an den Vorderrädern erhältlich. Ebenfalls zu dieser Zeit kam eine Variante mit dem neuen 2,6-Liter-Dieselmotor Câmpulung D27 mit 69 PS und indirekter Einspritzung auf den Markt, die eine Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h erreichte.

Das Modell wurde 1994 teilweise überarbeitet, mit einem etwas längeren Kühlergrill und Rückleuchten von Oltcit. Zusätzlich zu Versionen mit rumänischen Motoren waren nun auch Varianten mit Motoren von Perkins, Cosworth Ford, VM Motori, Renault, Peugeot-Indenor, Toyota und Andoria (2,4-Liter-Turbomotor, Euro 3) erhältlich.

Der ARO 24 fand sowohl in sozialistischen als auch in kapitalistischen Ländern großen Anklang. Er nahm an der Rallye Paris-Dakar teil und wurde auch in einige afrikanische Länder, nach Indien, in die USA und nach Südamerika exportiert. Die Produktion erfolgte in Lizenz, unter anderem in Ländern wie Spanien (1980–1990) und Portugal (1975–1995) unter den Markennamen Hisparo und Portaro. Die Produktion in Rumänien wurde bis 2006 fortgesetzt.

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Das erste Serienmodell dieses Typs, die Bezeichnung 240, war ein offener Wagen mit Stoffverdeck und zwei Türen, Einzelradaufhängung vorn, Vierganggetriebe, Allradantrieb und einem neuen 2,5-Liter-Motor mit 75 PS

Die erste ARO 24-Serie zeichnete sich optisch durch einen separaten Kühlergrill, rechteckige Scheinwerfer vom Dacia 1300 und Rückleuchten vom rumänischen Bucegi-Lkw aus, aber nach 1976 wurden auch Scheinwerfer vom Bucegi sowie eine neue Art von Rückleuchten verwendet