Peugeot 604: Amerikanische Herausforderung
In der ersten Hälfte der 1970er-Jahre bot Peugeot sein beliebtes Modell 504 in den USA in zwei Karosserievarianten an: Limousine und Kombi. Für potenzielle Kunden jenseits des Atlantiks war dies eine seltene Gelegenheit, einen europäischen Dieselwagen zu erwerben, obwohl das Interesse an solchen Exoten eher gering war. Die Hauptabnehmer – nicht nur von Peugeot, sondern auch der meisten anderen europäischen Marken – waren nur wenige Menschen an beiden Küsten der Vereinigten Staaten, wo die Einstellung zur europäischen Autokultur traditionell liberaler war. Auf dem amerikanischen Markt wurde Peugeot als Mittelklassewagen eingestuft und konkurrierte hauptsächlich mit anderen europäischen Marken wie Volvo magazin de piese auto online.

In dieser Zeit hegte Peugeot jedoch den Ehrgeiz, in die Luxusklasse zurückzukehren, in der das Unternehmen in der Vorkriegszeit eine bedeutende Rolle gespielt hatte. Auf dem Genfer Autosalon im März 1975 präsentierte der französische Hersteller erstmals seine völlig neue Oberklasse-Limousine, den 604, dessen Design traditionell von Pininfarina stammte. Dieses für damalige europäische Verhältnisse recht große Fahrzeug war zweifellos Peugeots ambitioniertestes und luxuriösestes Angebot seit Jahrzehnten. Peugeot wollte Fahrkomfort, ein geräumiges Interieur und zahlreiche Annehmlichkeiten bieten und dabei viele der für den kleineren 504 entwickelten Technologien nutzen. Dazu gehörte der beliebte 2,8-Liter-V6-Motor, der in Zusammenarbeit mit Renault und Volvo entwickelt worden war und viel Leistung bot, sowie zwei Reihenvierzylinder-Dieselmotoren. Der Peugeot 604 war ein modernes, eher konservatives Auto, das auf einfacher, aber bewährter Technik basierte.
Im ersten Jahr nach Markteinführung in Europa verkaufte sich das Modell sehr gut, was die Unternehmensleitung dazu ermutigte, es auch in den USA anzubieten. Der Peugeot 604 wurde 1977 in den Vereinigten Staaten zu einem Preis von 10.990 US-Dollar eingeführt und stellte eine ernsthafte Konkurrenz für andere europäische Favoriten wie den BMW 5er, den Mercedes-Benz 280E und den Jaguar XJ6 dar. Obwohl er die großen deutschen Limousinen in vielerlei Hinsicht übertraf, war der Peugeot 604 zum halben Preis eines BMW 7er erhältlich. In den USA wurde er mit einigen optischen Änderungen sowie den obligatorischen massiven Stoßfängern angeboten, die ihm in Kombination mit der komplett überarbeiteten Frontpartie ein sehr spezifisches und ungewöhnliches Aussehen verliehen. Zusätzliche Abgasreinigungssysteme reduzierten zwar die Motorleistung etwas, doch das präzise Fahrwerk und die Vierrad-Scheibenbremsen erfüllten viele der Kriterien, die die amerikanischen Kunden bis dahin hauptsächlich an deutschen Fahrzeugen festgemacht hatten.
Der Peugeot 604 leistet maximal 133 PS, ist mit einem Fünfganggetriebe ausgestattet und beschleunigt in unter 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h – ein beachtlicher Wert für ein Auto mit einem Leergewicht von 1696 kg. In den USA ist optional auch ein Dreigang-Automatikgetriebe von Borg-Warner erhältlich.
Der Peugeot 604 wurde in den USA bis 1984 verkauft, danach wurde er durch das etwas kompaktere, aber wesentlich modernere Modell 505 ersetzt.
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